SCHWEINESTALL AUF LANDWIRTSCHAFTLICHEM ANWESEN AUSGEBRANNT

© Martin Möhring

31.08.2016 / Bohnhorst

Gegen 17:40 Uhr alarmierte die Leistelle Schaumburg die Feuerwehren Bohnhorst, Sapelloh, Warmsen, Großenvörde, Brüninghorstedt, Diepenau, Essern, Nordel, Steinbrink, Lohhof, Uchte und die Drehleiter aus Liebenau zu einem Gebäudebrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im abgelegenen Außenbereich nach Bohnhorsterhöfen.

Die schon weithin sichtbare Rauchsäule kündigte eine erhebliche Brandentwicklung an. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte ein mit ca. 220 Schweinen besetzter Maststall in annähernd voller Ausdehnung. Durch diese massive Brandreinwirkung verendeten ca. 200 Schweine. Es stand zu Beginn keine optimale Löschwasserversorgung zur Verfügung. So wurde in kürzester Zeit, durch den zahlreichen Einsatz der Wasserfässer, ein Pendelverkehr aufgebaut. Durch die Wasserentnahme aus einem Löschteich und dem Aufbau einer Wasserförderung über lange Wegstrecke von ca. 1.100 Metern, stabilisierte sich die Lage. Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Martin Möhring wurden die an die Brandstelle angrenzenden landwirtschaftlichen Gebäude sowie das Wohnhaus umgehend durch Riegelstellungen gegen ein Übergreifen der Flammen gesichert. Eine weitere Brandausdehnung konnte dadurch erfolgreich verhindert werden. Die Einsatzkräfte der Drehleiter aus Liebenau löschten von oben die Bereiche, die im Außenangriff nicht zu erreichen waren. Zeitweise wurden 6 C und 3 B-Leitungen eingesetzt. Von der ELO (Einsatzleitung Ort) Warmsen, unter der Leitung von Katharina Dröge mit ihrem Team, wurde der Gesamteinsatz für die 206 Einsatzkräfte koordiniert und durch die Übernahme der vielfältigen organisatorischen Aufgaben der Einsatzleiter entlastet. Nach der Lagemeldung, „Feuer aus“ an die Leistelle Schaumburg, wurden alle angrenzenden Gebäude nochmals auf Glutnester oder versteckte Schwellbrände, die sich erfreulicher Weise nicht bestätigten, abgesucht.



Die angeforderte Rufbereitschaft der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Nienburg versorgte die eingesetzten Feuerwehren mit einsatzbereiten Atemschutzgeräten und Schläuchen. Gegen 22:30 Uhr haben die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Über die Ursache und Schadenshöhe konnte noch keine Auskunft erteilt werden. 

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